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Freiwilligenarbeit in der Ostseeregion
Pressemitteilung vom 11. Okt 2011, timJugendliche aus sieben Nationen trafen sich in Mözen
Kiel/Mözen. „Freiwilligenarbeit kann arbeitslosen Jugendlichen helfen, Selbstvertrauen aufzubauen und einen Platz in der Gesellschaft wieder zu finden“. Zu diesem Ergebnis ist Maria Larsson (20) aus Trelleborg, Schweden, am Schluss der Ostsee-Jugendkonferenz am Donnerstag in Mözen gekommen. Die junge Schwedin ist eine von 35 TeilnehmerInnen einer Jugendbegegnung zum Thema „Die Situation und Zukunft von Freiwilligen und Freiwilligenorganisationen in der Ostseeregion“, die vom 30.09.-07.10.2011 in der Jugendbildungsstätte „Haus Rothfos“ in Mözen bei Bad Segeberg stattgefunden hat.
Die Jugendlichen aus Schweden, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Kaliningrad und Schleswig-Holstein haben sich in drei Arbeitsgruppen über die Situation der Freiwilligenarbeit in den einzelnen Ländern ausgetauscht. „In meiner Arbeitsgruppe gab es ein Feuerwerk von guten Ideen“, meinte Daria Gritsenko (24), eine Gruppenleiterin aus St. Petersburg. Dazu gehört die Einführung eines „Freiwilligenpasses“ für Jugendliche, die in der Freiwilligenarbeit aktiv sind und die Einrichtung einer Datenbank im Internet mit Angaben über Einsatzstellen in der Ostseeregion und Finanzierungsmöglichkeiten.
Die Ostsee-Jugendkonferenz, die im Rahmen der deutschen Ostseeratspräsidentschaft in 2011/2012 und anlässlich des Europäischen Jahrs der Freiwilligentätigkeit stattgefunden hat, wurde vom Ostsee-Jugendbüro beim Landesjugendring Schleswig und dem Ostseesekretariat für Jugendangelegenheiten organisiert. Mitveranstalter sind das Deutsche Nationalkomitee für Internationale Jugendarbeit (DNK) und die „Expertengruppe Jugend“ des Ostseerats. Finanziert wurde die Jugendbegegnung maßgeblich durch Zuschüsse des schleswig holsteinischen Ministeriums für Arbeit, Soziales und Gesundheit und des DNK.
In den Arbeitsgruppen wurde auch viel darüber diskutiert, welche Formen der Freiwilligenarbeit es gibt und wie diese definiert sind. So ist in Litauen im Mai dieses Jahres ein Freiwilligengesetz in Kraft getreten, in dem der Begriff „Freiwilligenarbeit“ von anderen Arbeitsformen genau abgegrenzt wird. „Junge Freiwillige dürfen nicht als billige Arbeitskräfte eingesetzt werden“, darin waren sich die Teilnehmer der Jugendbegegnung einig. Vygintas Eidenas (20) und Gabija Karackinaite (21) aus Vilnius haben vor allem neue Methoden für die eigene Arbeit kennen gelernt. „Wir werden viele dieser Methoden in der eigenen Gruppenarbeit einsetzen“, betonten sie.
Maria Larsson aus Schweden möchte nächstes Jahr wieder zur Ostsee-Jugendkonferenz nach Mözen kommen, dann aber mit einer Gruppe von arbeitslosen Jugendlichen, die sonst kaum eine Gelegenheit hätten, ins Ausland zu fahren oder an einer Jugendbegegnung teilzunehmen. Mit solchen Jugendlichen arbeitet sie im „Navigatorcentrum“ in Trelleborg zusammen und gerade Jugendliche mit erhöhtem Förderbedarf werden die Zielgruppe der nächsten Ostsee-Jugendkonferenz in Mözen sein.
Redaktion
John Goss
Ostsee-Jugendbüro
Kiel, den 07.10.2011



